...unnuf!

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Der Gleitschirmclub Kraichtal nutzte das tolle Wetter am Jubilar Wochenende der Stadt Kraichtal für einen vereinsinternen Wettbewerb.
Insgesamt haben 27 Clubmitglieder teilgenommen und es wurden an den beiden Wertungstagen 142 Schlepps mit zwei Winden gemacht. Am Samstag wurde Detlef Tagessieger mit 6 Punkten und am Sonntag wurde Bodo Tagessieger, ebenfalls mit 6 Punkten.
Der Spaß an unserem Hobby und das Beisammensein stand dabei im Vordergrund. Nach unserem Motto "un-nuff" zierten unsere bunten Schirme den kraichtaler Himmel zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Kraichtal.
Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch eines Mitglieds aus der Gründungszeit, Fritz Lochow. Mit seiner Frau Margot ist er aus dem Saarland angereist und ließ es sich nicht nehmen mit seinen 84 Jahren noch mal an den Start zu gehen.


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Rubrik: Drei Fragen

„Viele Gastflieger”

Haben es Gleitschirmflieger viel leichter als andere, ihren Sport in diesem Sommer auszuüben?
Dieter Lische ist Vorsitzender des Gleitschirmclubs Kraichtal.

Mit welchen Einschränkungen üben die Gleitschirmflieger ihren Sport während der Pandemie aus?
Lische: Seit wir in der Krise als Individualsportart definiert worden sind und die Fluggelände nicht mehr geschlossen waren, konnten wir mit Hygiene- und Abstandskonzepten an den Start gehen. Bei unserem Gelände in Oberacker mit Windenstart ist es kein Problem, dass alle Beteiligten Abstand halten. Alle Gleitschirmclubs in Baden-Württemberg sind dazu angehalten, die Gastflieger, also solche, die eine Lizenz haben, nun zu registrieren. Tandemflüge mit Leuten, die unseren Sport mal erleben wollen, können unter strengen Auflagen durchgeführt werden. Hohe Temperaturen und die Desinfektion der Ausrüstung hemmen die Zahl der Tandemgäste.
Ihr Startplatz in Oberacker befindet sich auf 220 Metern Höhe. Wie weit kommt man derzeit bei einem Start in Kraichtal?
Lische: Ein Dreieckflug geht über 50 bis 70 Kilometer bis Zaberfeld im Stromberg, dann nach Sinsheim und wieder zurück nach Oberacker. Im Juli hatte ich einen Flug über 142 Kilometer bis hinter Aalen auf der Ostalb. Nach der Landung geht es mit dem Zug wieder heim.
Wie hat sich das Interesse am Gleitschirmfliegen und an der Mitgliedschaft im Verein entwickelt?
Lische: Unsere Mitgliederzahlen steigen. Das war schon ein Trend, es ist keine Folge des Corona-Sommers. Was alle Vereine feststellen, sind vermehrte Anfragen von Gastfliegern mit Lizenz. Manche Abflugstellen im Nordschwarzwald waren überlaufen, und wir mussten ausgleichen. Wir in Oberacker lassen bis zu drei Gäste am Tag zu. Einfach weil wir selbst viele Starter haben und sonst zu lange Wartezeiten entstehen. Man muss sich vorstellen, dass 20 bis 25 Helme hingelegt werden, die für wartende Flieger stehen. Ein Start dauert mit der Winde sieben bis zehn Minuten. Sogar über einen Aufnahmestopp im Verein haben wir schon nachgedacht, aber stattdessen ein zweites Startgelände bei Münzesheim in Betrieb genommen.[lieb]

 

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